Ampya Room Service mit Curse & Chakuza

Zwei Urgesteine, eine Mission - Chakuza & Curse bewiesen dem Publikum beim AMPYA Room Service, dass sie vielleicht ein wenig sensibler geworden sind, aber an Durchschlagskraft keineswegs eingebüßt haben.
Dabei gab es eine ganz besondere Premiere zu feiern. Die Nervosität vor dem ersten Auftritt mit seinem neuen Album "Uns" war Curse durchaus anzumerken: Beim Soundcheck verbrachte er viel Zeit, um auch jedes Detail so abzustimmen, dass am Ende alles funktioniert - und wie es funktionierte! Ob neue Tracks wie "Tatooine" oder ältere Sachen wie "Und was ist jetzt" bzw. "Warum nicht" - die Dynamik, mit der Curse nach sechsjähriger Albumpause wieder zurück ist, zeigte sich während seines Sets mit jedem neuen Track.
Dabei ist vor allem erstaunlich, dass - obschon die gerade veröffentlichte Platte "Uns" mehr Flächen, Piano und räumliche Arrangements bereithält - selbst eine Zugabe wie "10 Rap-Gesetze" mit einer Hingabe dargeboten wurde, dass klar ist: Mit Curse steht ein Künstler auf der Bühne, der all seine Alben als wichtig erachtet und nicht zu jenen Rappern gehört, die von ihrem Frühwerk nichts mehr wissen wollen.
So ging es nach kurzer Umbaupause mit Chakuza gleich weiter, denn auch er hat in den vergangenen zwei Jahren nicht nur drei Studioalben veröffentlicht, sondern seinem Sound auch eine Frischzellenkur verabreicht, steuert ähnlich oft in die Tiefe und verschafft seinen Lyrics damit eine ungeahnte Vielschichtigkeit. Die so auch beim AMPYA Room Service zu vernehmen war und eine ebenso sehr klare Linie, die Chakuza mit seiner Band verfolgte. Sowohl neue Stücke vom aktuellen Album "Exit" als auch die älteren Sachen stellten in seiner Setlist nie einen Bruch aus Sicht der klanglichen Komponente dar - Chakuza scheint nicht nur den Indie für sich entdeckt zu haben, sondern kennt offensichtlich auch einen Weg, die ehemals härteren Tracks so umzurangieren, dass sie kein komplettes Gegenstück zu "Exit" oder "Off" bilden.
Was bleibt uns also anderes als zu sagen, als dass beide Acts großartig an diesem Abend perfomten und sowohl Chakuza als auch Curse alles gaben, um den AMPYA Room Service in der Doppelausgabe zu dem zu machen, was er schlussendlich war: doppelt gut.
Für alle die nicht dabei sein konnten, können sich hier noch einmal die komplette Show angucken: http://www.ampya.com/roomservice
 
Megacult verantwortet die Planung und Umsetzung der Ampya Room Service Reihe.