Warsteiner
 

BLOOOM Award by WARSTEINER 2011 – Das Finale

Preisverleihung in Köln, am 28. Oktober 2011, um 19 Uhr -
moderiert von Joko Winterscheidt

Köln, 28.10. 2011. Die Suche nach dem Gewinner des BLOOOM Award by
WARSTEINER 2011 ist beendet. Mit der Videoarbeit „beta“ setzte sich Lukas
Franciszkiewicz gegen mehr als 450 kreative Geister durch und sicherte sich
den obersten Platz auf dem Siegertreppchen. Als „Dutch Winner“ geht der
Niederländer Alex Winters aus dem Wettbewerb hervor. Beiden Gewinnern
winkt eine einjährige Mentorenunterstützung und eine Reise nach Miami zur
Art Basel Miami Beach.

Nach 2010 zum zweiten Mal ertönte der Aufruf zum BLOOOM Award by
WARSTEINER. Zusammen mit der Kunstmesse BLOOOM forderte die Warsteiner
Brauerei im Frühjahr junge Künstler und kreative Köpfe dazu auf, die Schnittstelle
zwischen bildender und darstellender Kunst neu zu interpretieren. Ob Design,
Architektur, Musik, Film oder Mode, ob Games, Urban Art, Werbung oder Literatur
spielte dabei keine Rolle – worauf es ankam, war der besondere Blick über den
Tellerrand hinaus.

Mehr als eine Beta-Version
Gewinner Lukas Franciszkiewicz konnte es kaum glauben, als Jurymitglied Catharina
Cramer, geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Brauerei, ihm zu seiner
Auszeichnung gratulierte. Die Videoarbeit des jungen Künstlers überzeugte die Jury
und sicherte dem 24-jährigen Kieler den ersten Platz im Wettbewerb. In seinem
Video „beta“ demonstriert der BLOOOM Award-Gewinner die Beeinflussung der
modernen Medien auf den Menschen. Die Arbeit entstand im Rahmen seines
Industriedesignstudiums und zeigt die Benutzung eines fiktionalen Prototyps in der
Größe eines Schuhkartons. Dabei werden von Kreis, Quadrat und Dreieck
abgeleitete Formen, ähnlich einem Steckkasten für Kinder, in passende oder auch
nicht dafür vorgesehene Öffnungen gesteckt oder herausgezogen. Die Grundformen
stehen für die Begriffe „Input“, „Output“ und „Process“. Durch das Ein- und
Ausstecken werden verschiedene Vorgänge innerhalb eines sozialen Netzwerks
ausgelöst, die über einen Bildschirm im Deckel des Kastens sichtbar werden. Die
Idee dazu entsprang der konzeptionellen Auseinandersetzung mit sozialen und
technologischen Beziehungen. „Der eigentliche Wert des Projektes liegt im Dialog,
der angestoßen werden soll. Eine Ausstellung wie die BLOOOM ist ein idealer Ort,
um diesen Gedanken aufzugreifen und weiterzuführen“, erklärt der Designstudent.
Die international aufgestellte Jury, bestehend aus Walter Gehlen, Direktor der
ART.FAIR | Yasha Young, Direktorin der BLOOOM | Catharina Cramer,
geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Brauerei | Joko Winterscheidt,
TV Moderator | Edo Dijksterhuis, Direktor der Art Amsterdam, hat gute Gründe für
ihre Entscheidung: „Die Arbeit von Lukas Franciszkiewicz macht
grenzüberschreitende Ideen – also das, was wir uns von den Einsendungen zum
BLOOOM Award wünschen – selbst zum Thema, indem er sich mit der Beziehung
zwischen sozialen Methoden und Technik auseinandersetzt. Die Arbeit reflektiert die
aktuelle Gesellschaft, hinterfragt Potenziale von Technologien und nimmt den
technischen Fortschritt kritisch unter die Lupe,“ kommentiert Catharina Cramer die
Entscheidung der Jury.

Zum ersten Mal dabei: Der „Dutch Winner“
Erstmalig hatten auch Kreativschaffende aus den Niederlanden die Chance, mit der
Teilnahme am Wettbewerb zum „Dutch Winner“ gekürt zu werden. Alex Winters
wurde aus rund 130 niederländischen Einsendungen auf den ersten Platz gewählt
und bereits am 10. August als Sieger bekannt gegeben. Er überzeugte die Jury mit
seiner Arbeit „Ride the Drawing Utensil“ – ein Fahrrad mit Reifen aus Graphit, das
beim Fahren linienartige Spuren hinterlässt.

Handwerk vs. Computer
Auf den zweiten Platz schaffte es Katrin Rodegast mit ihrem Werk „Soft Cover“.
Die Arbeit verknüpft moderne Computertechnologie mit traditioneller Quiltkunst. Aus
diesem Zusammenspiel entstand ein Wandteppich aus Baumwolle mit einem
eindrucksvollen Motiv – bei näherem Hinsehen lassen sich 270 Illustrationen
erkennen, die beinahe den gesamten Tenor einer alltäglichen Nachrichtensendung
widerspiegeln: Konsum, Gesellschaft, Geschlechterrollen, Umwelt, Krieg, Politik,
Leben und Tod. Inspiriert von der Ästhetik historischer Quilts, wurden Symbole wie
Blumen und Tiere neu interpretiert und als strukturierende Elemente genutzt. Der
Quilt lebt von seiner Spannung zwischen oberflächlicher Schönheit und morbider
Bedeutung der Motive. Die Zweitplatzierte gewinnt einen Flug für zwei Personen
nach Frankreich zur Kunstmesse Art Paris sowie die Teilnahme an einer Ausstellung
in einer Galerie.

Jackpot geknackt
Auf dem dritten Platz begeisterte Benedikt Braun die Jury mit seiner Arbeit „Jackpot“.
Der Beitrag zum Award ist das Ergebnis der Auseinandersetzung mit der letzten
Finanzkrise und den dazugehörenden Auswirkungen wie dem sozialen Abstieg,
virtuellen Finanzströmen oder Pfandsammeln. Zwei Schuttförderbänder
transportieren 50.000 Münzen in einem ewigen Zyklus. Das sprichwörtliche
„Zerrinnen des Geldes zwischen den Fingern“ kann der Betrachter damit live
miterleben. Selbst den Geruch des Geldes kann er durch den Abrieb der Münzen
wahrnehmen. Mit dem dritten Platz erhält der Künstler ein einmaliges Coaching
durch ein Jurymitglied.

Alle Finalistenarbeiten werden im Rahmen einer Sonderaustellung vom 29. Oktober
bis zum 1. November in Köln präsentiert. Die beiden Messen ART.FAIR | Messe für
moderne und aktuelle Kunst und BLOOOM – the creative industries art show. im
Staatenhaus am Rheinpark bieten den idealen Showroom für die elf
grenzüberschreitenden Werke.

BLOOOM Award by Warsteiner

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